reinkingprojekte

Daniel Man - only a butterfly is a good fly

Ab dem 10. April 2010 stellt Daniel Man unter dem Titel „only a butterfly is a good fly“ in den Räumen der REINKINGPROJEKTE in Hamburg aus.

Eröffnung: 10. April 2010 ab 17:00 Uhr.
Ausstellung: 11. April 2010 bis voraussichtlich Juni 2010

Öffnungszeiten nur nach Vereinbarung

INTERVIEW MIT DANIEL MAN

Du sagst, deine Kunst entsteht aus der Ambivalenz eines zweigeteilten Ursprungs, den du zu verbinden suchst: In London geboren, in Deutschland aufgewachsen – in einer aus China stammenden Familie. Deswegen beginnt jede meiner Fragen mit einem chinesischen Sprichwort. Das erste: "Ein Bild ist tausend Worte wert." Mit welcher Zunge spricht Deine Kunst?

Es gibt keine Sprache, für die ich Partei ergreifen würde– weil ich gar nicht wüsste, für welche. Deswegen ist es immer ein Suchen nach Sprache und nach Symbolen, die mir gefallen oder die universell verständlich sein könnten. Ich glaube, dass jeder von uns eine bestimmte Information in sich trägt, die über eigene Erfahrung hinausgeht, so etwas wie eine Kollektivinformation. Und dass die Materie, in die wir hineingewachsen sind, alles Wissen der Geschichte trägt. Wenn ich Symbole aufleben lasse, die gut transportieren, was ich mir denke, werden sie oftmals auch von anderen erkannt.


"Besser auf neuen Wegen etwas stolpern als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten."
Sich aus dem Graffiti herauszuschälen und malerische Elemente zu betonen oder in die Malerei grelle Tags einzuarbeiten, stieß bei Hardlinern beider Parteien auf Kritik. Wie schnell wird eine sich als progressiv verstehende Bewegung doktrinär und wie wappnest Du Dich gegen Dogmen?

Oh! Das Sprichwort könnte ja wirklich von mir stammen. Mit einem Satz: Ich bleibe einfach bei mir. Die Szene hat ihre eigenen Doktrinen geschaffen, genauso wie jede andere Subkultur irgendwann zu Populärkultur wurde. Oder jeder Punk zu Pop. Zwar gehe ich immer wieder raus, weil es einfach Spaß macht, aber mir ist irgendwann bewusst geworden, dass auch bei den Jungs darauf geguckt wurde, wie es sein müsste, was verwendet werden sollte. Das habe ich nicht eingesehen. Und mir ein neues Feld gesucht. Das konnte ich damals nur an der Akademie finden. Walter Dahn (Anm. d. Red.: lehrt Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig) war für mich der Inbegriff eines Gedankenbefreiers – dabei ist er einer der kopflastigsten Künstler überhaupt. Außerdem kam er aus einer ähnlichen Ecke. Er hatte im New York der frühen Achtziger ganz viel mit den Graffiti-Jungs zu tun, mit HipHop und Underground. Das ist wirklich ein alter Punker. Und der denkt auch so: Immer schön Widerstand aufbauen. Gegen alles, was da ist, gegen alles, was sich eingefahren hat. Aber das Problem ist: Die Strukturen an der Hochschule sind dennoch genauso da. Immer wird alles wiederholt, mantra-mäßig. Aber es war dennoch schön, weil ich an der Akademie erst entdeckt habe, dass es so viel zu entdecken gibt, dass ich eigentlich überhaupt nichts weiß. Seitdem bin ich bei mir geblieben.


"Der Mensch setzt Ruhm an wie das Schwein Fett."
Du wirst inzwischen von den richtigen Galerien vertreten, von den richtigen Sammlern gekauft, in den richtigen Museen ausgestellt. Ist Dir das nicht manchmal unheimlich, dass der gleiche, vermummte Eisenbahnbrücken-Sprayer heute auf Kunstmessen stolz als Street Art-Künstler präsentiert wird? Fühlst Du Dich selbst überhaupt noch Street?

Ach, die Street Credibility. Der Fame als Ideal, war im Graffiti doch immer da. Nicht nur im Graffiti, aber da komme ich halt her. Es war lange so in der Szene, dass ich nicht als Codeak wahrgenommen wurde. Man hat mich nicht gesehen, ich habe mich nicht mit meinem Schriftzug hingestellt und gesagt: ‚das bin ich’. In der Kunstszene will ich meine Position erarbeiten. Wenn ich erkannt werde, ob auf der Straße oder in der Kunstszene, dann ist das super. Was heißt Street Credibility, mein Gott. Ob ich mehr Street oder weniger bin, das ist mir völlig Schnurz. Aber es macht trotzdem Spaß, wenn ich irgendwo auf der Straße bin und dann kommt ein Junge und sagt, ‚hey, du bist Codeak, wow! Kannst du mir ein Tag in mein Blackbook machen?’ Jetzt kommen die Leute eben ins Museum, um sich die Bilder anzusehen. Das Arbeiten im Atelier hat eine andere Qualität. Man ist mehr bei sich. Aber es ist nicht besser und nicht schlechter.


"Hüte dich vor Männern, deren Bauch beim Lachen nicht wackelt!"
Wo ist mehr Witz? Im Graffiti? In der Malerei? Oder bleibt das Lachen bei der Kunst außen vor?

Ich bin immer für eine absolute Durchsetzung von allem. Die Straße ist mit viel Fun verbunden, weil sie spontan reagiert – oder vermeintlich spontan, viele Sachen entstehen inzwischen ja in mühsamer Kleinstarbeit zu Hause. Das ist fast schon konzeptuelle Street. Ich hätte gern, dass das, was akademisch ist, wieder durchflutet wird von dem Spontanen und Witzigen, was die Kunst ja durchaus auch hat – bei Polke etwa oder Kippenberger. Aber wenn du etwas kultivierst, wird es eben irgendwann zum Konzept. Dann ist diese spontane Handlung nicht mehr da und das Kontextuelle auch nicht. Dieses: Was bedeutet die Stadt für mich? Was mache ich für diesen Ort? Ich gehe einfach raus und schreie. Weil ich schreien muss. Mir waren die Akademiker zu akademisch, die Straßenleute zu profan. Ich brauche etwas dazwischen. Deswegen: Bei mir bleiben.


"Mögest du in interessanten Zeiten leben" ist ein chinesischer Fluch. Kommst Du mit der Unruhe des Künstlerdaseins klar oder ängstigt Dich – wie manch anderen jungen Künstler – ein mögliches Ende des momentanen Hypes um die Kunst und um die eigene Person? Leidet ein Chinese mehr unter „interessanten Zeiten“ – oder schützt das Tao?

Der Chinese in mir bringt mir Ruhe. Das Tao bringt mir Ruhe. Meine Kinder sind mein Ausgleich. Wenn ich nach München ins Atelier fahre oder wenn ich eine Ausstellung aufbaue und in diesem Hype mit drin bin, das bringt die Unruhe. Aber auch eigene, innere Unruhe treibt mich ins Atelier. Selbst wenn ich mir dann denke: ‚Hey, was gebe ich mir da für einen Scheiß, dass ich in diesem kalten Atelier bei sieben Grad arbeite?’ Das ist das Ding: In meinem Atelier bin ich ein ruheloser Geist und fabriziere irgendeine Arbeit, die scheinbar so Nonsens ist, für mich aber so wahnsinnig wichtig. Auch das kreiert Unruhe. Dann liegen auf dem Tisch irgendwelche Kunsthefte oder einer erzählt Dir: ‚Weißt du, dass unser Kollege so und so in dem und dem Kunsthaus ausstellt?’ Ich bin davor nicht gefeit. Und strebe nach der Waagrechten. Auch aus dieser Schizophrenie heraus, Chinese zu sein und Deutsch zu sprechen, jeden Tag. In meiner Arbeit kann ich dafür am besten eine Sprache finden.
EVELYN PSCHAK, KUNSTHISTORIKERIN UND KUNSTKRITIKERIN , München. Februar 2008


Mehr Infos: danielman.de

Labels: ,

topnach oben

reinkingprojekte

ARTotale - Leuphana Urban Art Project


Vom 5. Oktober 2009 kann Lüneburg die Aufmerksamkeit der internationalen Kunstszene auf sich ziehen. Im Rahmen der Begrüßung der Erstsemester-Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg – der sogenannten Startwoche – ist ein künstlerisches Großprojekt geplant, das Universität, Stadt und Kunstwelt zusammenführt. Die künstlerische Leitung des Streetart Projektes Lüneburg liegt beim Hamburger Kurator Rik Reinking.
Rund 35 international renommierte Streetart-Künstler sind eingeladen, ihre Werke an verschiedenen Orten in der Stadt und den Universitätsstandorten anzubringen. Die Arbeiten bleiben für mindestens ein Jahr bestehen.
Die Kunstaktion und die Reaktionen der Lüneburger Bevölkerung hierauf werden nicht ungehört verhallen. Denn die 1.200 Studienanfänger der Leuphana Universität halten im Rahmen der Startwoche 2009 dieses Ereignis in Form von Videoclips fest, die dann auf einer Online-Medienplattform der Öffentlichkeit präsentiert werden.
Der außergewöhnliche Dialog von Künstlern, Studierenden und Lüneburger Bevölkerung sowie von moderner Kunst und mittelalterlicher Altstadt wird von mehreren Fernsehsendern begleitet. Das Projekt erreicht hierdurch eine weitreichende Strahlkraft über die Stadtgrenze hinaus.
Die eingeladenen Künstler weisen unterschiedlichste Biografien, Nationalitäten und künstlerische Ausbildungen auf und werden mit zahlreichen Medien wie der klassischen Wandmalerei, Graffiti Writings, Cut-Outs, Installationen, Skulpturen oder auch Performances das Stadtbild Lüneburgs neu gestalten. Das Urban Art Project verspricht wegen seiner stilistischen, technischen als auch inhaltlichen Bandbreite vielseitig und ereignisreich zu werden – aber auch bedeutend im Hinblick auf die Entwicklung der zeitgenössischen urbanen Kunst. Die eingeladenen Künstler zählen zu den führenden oder aufstrebenden und vielversprechenden Vertretern ihres Genres und ihrer Generation und gelten als richtungsweisend für die Zukunft der künstlerischen Ästhetik. Bereits heute sind sie wichtiger Bestandteil weltweit renommierter Museen und Galerien. Ihre Verwurzelung in der urbanen Lebenswelt sowie dem öffentlichen Raum wird jedoch stets sichtbar.

Folgende Künstler sind zum Streetart Projekt eingeladen:
Adam & Akay, Akim, Alex Diamond, Almut Linde, Ash, Ben Eine, Brad Downey, Boxi, Bronco, Daniel Man, Dave the Chimp, DTAGNO, Evol, Faith47, Flying Förtress, Herakut, Herbert Baglione, Jay-One, Loomit, Mirko Reisser (DAIM), Moki & 1010, Pius Portmann, SKKI, Swoon, Tilt, Trica, Tryone, Vitché & Jana, Zevs, Zezao, 56K.

Eröffnung
Mittwoch, 07.10., 19:30 Uhr: Offizielle Eröffnung des Kunst-Projektes mit einem Vernissage-Rundgang durch die Innenstadt. Start am Rathaus.

Anfahrt nach Lüneburg

Die Zugfahrt von Hamburg nach Lüneburg dauert 28 Minuten. Die Landeshauptstadt Niedersachsens, Hannover, liegt eine einstündige Zugfahrt von Lüneburg entfernt. Züge nach Berlin fahren im Stundentakt – Die Fahrt dauert weniger als drei Stunden. Angebunden an die Autobahnen A1, A7 und A250 ist Lüneburg außerdem sehr gut mit dem Auto zu erreichen. Der Hamburger Flughafen mit nationalen und internationalen Flügen liegt etwa eine einstündige Autofahrt entfernt.

Streetart in Lüneburg

Die Kunstwerke werden in der Lüneburger Innenstadt, im Roten Feld sowie um und auf dem Campus Scharnhorststraße entstehen (Die Standorte). Die Innenstadt ist vom Bahnhof zu Fuß innerhalb von 10 Minuten erreichbar. Ab dem Bahnhof verkehren die Buslinien 5011 und 5012 zum Campus Scharnhorststraße im Takt von 20 Minuten, die Buslinie 5012 hält ebenfalls im Roten Feld, Haltestelle Kefersteinstraße.

Infobroschüre


Alle Rechte Vorbehalten
Eine Auswahl von Werken aus der Sammlung Rik Reinking wird ab 7. Oktober im historischen Rathaus Lüneburg ausgestellt. Mehr Infos unter Sammlungreinking.de


Links zum Thema
Projektwebsite - artotale.de
Die Standorte der Arbeiten
ARTotale YouTube Chanel
Fotos der Entstehung - just.ekosystem.org
Fotos auf Flickr

Presse
NDR Kulturjournal - Videostream
NDR Niedersachsen 18:00, 07.10.09 - Videostream (ab Min. 12:36)
SAT1 17:30:live - Videostream
"Lüneburg wird zum Raum für moderne Kunst", Abendblatt.de, 08.08.09
"Eine kleine Dokumenta für Lüneburg", Abendblatt.de, 11.04.09

Labels: ,

topnach oben

reinkingprojekte

Sales

Bei Interesse an verfügbaren Arbeiten der Künstler, schicken Sie bitte eine Mail an sales@reinkingprojekte.com.


Hier können Sie verfügbare Editionesarbeiten sehen.

Labels:

topnach oben

DEIM - wartend in Bremen - Edition

Künstler: Mirko Reisser (DAIM)
Titel: "DEIM - wartend in Bremen"
FineArt Print (Pigment-InkJet) auf Hahnemühle 308 g/m² Papier
40 x 80 cm | 2009
Edition von 50 + 5 AP | Handsigniert, nummeriert und mit Echtheitszertifikat
Preis: 650,- € (zzgl. Porto und Verpackung)
Bei Interesse bitte Mail an: sales@reinkingprojekte.com

Labels: ,

topnach oben

DAIM - coming out Silkeborg - Edition

Künstler: Mirko Reisser (DAIM)
Titel: "DAIM - coming out Silkeborg"
FineArt Print (Pigment-InkJet) auf Hahnemühle 308 g/m² Papier
40 x 80 cm | 2009
Edition von 50 + 5 AP | Handsigniert, nummeriert und mit Echtheitszertifikat
Preis: 650,- € (zzgl. Porto und Verpackung)
Bei Interesse bitte Mail an: sales@reinkingprojekte.com

Labels: ,

topnach oben

Swinging DAIM in Zürich - Edition

Künstler: Mirko Reisser (DAIM)
Titel: "Swinging DAIM in Zürich"
FineArt Print (Pigment-InkJet) auf Hahnemühle 308 g/m² Papier
40 x 80 cm | 2009
Edition von 50 + 5 AP | Handsigniert, nummeriert und mit Echtheitszertifikat
Preis: 650,- € (zzgl. Porto und Verpackung)
Bei Interesse bitte Mail an: sales@reinkingprojekte.com

Labels: ,

topnach oben

reinkingprojekte

Brad Downey - Broken Horizons

Ab dem 28.08.2009 stellt Brad Downey unter dem Titel „Broken Horizons“ in den Räumen der REINKINGPROJEKTE in Hamburg aus.


Öffnungszeiten nur nach Vereinbarung

Ausstellung: BRAD DOWNEY – BROKEN HORIZONS
Eröffnung: 28.08.2009 – 19.00 Uhr


(..) Downey wuchs in einer US Marine Familie auf, lernte dadurch Städte in den verschiedensten Teilen der USA kennen und war somit den verschiedensten Einflüssig völlig gegensätzlicher Umgebungen ausgesetzt, was später sicher viel zu seiner einzigartigen Sichtweise beigetragen hat. 1998 zog es ihn an das New Yorks Pratt Art Institute, wo er sich erstmals dem Studium der bildenden Kunst widmete. Angeregt durch die städtische Lebendigkeit suchte er nach alternativen Wegen, seine Umwelt darzustellen und entschied sich für ein Filmstudium. Downey hat es sich zur Aufgabe gemacht, Zeichen und Signale, die das städtische Umfeld regieren und unbemerkt unsere Wege durch die Stadt bestimmen, individuell zu deuten. Diese Zeichen und Lichtsignale sind uns so vertraut, dass deren raffinierte Manipulation (oder auch Nachbildung) oft übersehen wird. Downey arbeitet mit Humor, um institutionelle Bestimmungen und öffentliches Verhalten zu unterstreichen und ein Bewusstsein dafür hervorzurufen, wie diese Art der Kontrolle die Bewertung von Kunst, des Selbst und des sozialen Status’ beeinträchtigt. Mit seinen Reaktionen auf die Überschneidung von Eigentum, Raum und persönlicher Erfahrung im Zeitalter der Privatisierung überrascht Downey den Betrachter auf feinfühlige, komische und oft auch provokative Weise. Unter Verwendung gefundener und vergessener Überreste städtischer Architektur definiert Downey öffentliche Objekte neu und fügt sie erneut in die Alltagslandschaft ein. Diese temporären Brüche – die wenige Minuten oder monatelang bestehen bleiben – spielen mit den Wechselbeziehungen zwischen Individuen, die sowohl öffentlichen als auch privaten Raum bewohnen.

Links zum Thema:
Fotos von der Eröffnung, just.blogsport.de
"Tipps der Woche", art-magazin.de

Labels:

topnach oben

Amourfou



Mehr zum Thema:
rebelart.net

Labels:

topnach oben

Grey Area

Carmichael Gallery of Contemporary Art Presents

‘Grey Area’
A solo exhibition of new artwork by Boxi

Address: Carmichael Gallery of Contemporary Art
1257 N. La Brea Avenue
West Hollywood CA 90038

Opening reception: Thursday, April 9th 2009 / 7.00pm – 10.00pm
Exhibition Dates: April 9th – April 30th 2009


Carmichael Gallery of Contemporary Art is proud to present Grey Area, the first US solo exhibition of work by UK artist Boxi. An opening reception will be held on Thursday, April 9th, 2009 from 7.00pm – 10.00pm, with the artist in attendance. Work in the show will include spray paint on canvas and MDF, sculpture, and limited edition prints, as well as a site-specific installation. The exhibition will be open for viewing through Thursday, April 30th 2009 from 1.00pm -7.00pm.

“I am drawn to the incongruous narrative in figuration. My works aspire to polarize the stability of what is at first perceived to be harmless or sweet but in reality turns out to be pathetically desperate or tragic or vice versa. A dark disillusioned romanticism pervades throughout… (along with) confrontational themes, such as paranoia, disappointment, expectation, grief, mistrust and other upbeat reflections of our times.

“It is in this state of reflection, this ‘grey area’ of ambiguity and blurred truth that I have found myself in, a place where trends and crashes in the market aggressively threaten and pressurize social behavior. Making life-sized figures that articulate this uncertainty is a way for me to come to terms with the phrase ‘of our time’.”
- Boxi

About the Artist:

Born 1974 in Kent, England, Boxi completed his studies at the London St. Martins School of Art with a BA Fine Arts degree in Painting in 1996. He has lived and worked in Berlin, Germany since 1999, joining REINKING PROJEKTE in 2007.

Mehr Infos:
boxi.eu.com
carmichaelgallery.com

Labels:

topnach oben

reinkingprojekte

Urban Art - Werke aus der Sammlung Reinking

16. Mai - 30. August verlängert bis 04. Oktober 2009

Urban Art ist allgegenwärtig. Ungefragt hinterlässt sie ihre Spuren und Zeichen im Stadtraum. Mit Stickern, Postern, großflächigen Wandgemälden und Schablonengraffiti erobert sie sich den öffentlichen Raum. Ihre Galerie sind die Straßen der Welt. Was mit Graffiti in den amerikanischen Großstädten der Ostküste vor nunmehr 40 Jahren begann, hat sich mittlerweile entscheidend weiterentwickelt. Auch wenn die meisten Aktionen immer noch anonym und illegal entstehen, handelt es sich doch nicht mehr ausschließlich um ein Phänomen der Jugendkultur. Viele Akteure haben sich von der Bildsprache des Graffiti-Writing emanzipiert und neue Ausdrucksformen erprobt. Mit subtilen und humorvollen, bisweilen auch offensiven Eingriffen in das Stadtbild versuchen sie eingeübte Sehgewohnheiten aufzubrechen. Ihnen geht es dabei in aller Regel nicht um die Beschädigung urbaner Infrastruktur, sondern um einen Dialog mit der Öffentlichkeit.

Die Spielarten der Urban Art sind vielfältig. Temporäre Aktionen, ungewöhnliche Objekte und Skulpturen, Schriftzüge und Characters werden als Stolperfallen in den visuellen Fluss der Stadt eingewoben. Die Möglichkeit, dass viele Passanten diese Eingriffe gar nicht wahrnehmen, an ihr vorbeigehen und übersehen, ist dabei bewusst einkalkuliert. Sie bilden damit ein subversives Gegengewicht zu der steten Präsenz von Werbung, die mit ihren blinkenden Bildern und verführerischen Kaufoptionen, den Alltag dominiert. Nicht nur in dieser Hinsicht ist Urban Art der Ausdruck einer kritischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Dimensionen von Stadt, die sich im Zeitalter der Globalisierung rasant und nachhaltig verändert.

In den letzten Jahren erlebte Urban Art einen regelrechten Hype. Zahlreiche Galerien und Museen organisierten weltweit Ausstellungen und die Werke der bekanntesten Vertreter erzielten auf Auktionen Höchstpreise. Was von den einen als Kommerzialisierung, Verlust an Authentizität und Verrat an den ursprünglichen Interessen angeklagt wird, begreifen viele Künstlerinnen und Künstler als eine neue Chance. Indem sie ihre Themen und Methoden in den geschützten Raum des Museums überführen, entwickeln sie ganz neue überraschende Ansätze. Aber was ist das für eine Kunst, die ihr angestammtes Terrain verlässt? Erfordern die Werke nicht die Stadt als Resonanzraum, als unmittelbaren Widerpart? Und ist eines der wesentlichen Kennzeichen von Urban Art nicht ihre Vergänglichkeit, ihre Spontaneität? Die Weserburg widmet sich diesen Fragen in einer groß angelegten Ausstellung, in deren Zentrum Werke der Sammlung Reinking stehen.

Der Hamburger Sammler Rik Reinking ist ein Überzeugungstäter. Bereits seit vielen Jahren begleitet er mit großer Leidenschaft und Intensität zahlreiche Künstlerinnen und Künstler der Szene. In seiner Sammlung sind heute einige der einflussreichsten Akteure mit repräsentativen Werken vertreten. Darunter finden sich so bekannte Namen wie Banksy (UK), DAIM (Deutschland), Brad Downey (USA), Os Gemeos (Brasilien), Shepard Fairey (USA) und Zevs (Frankreich). Die Ausstellung wird dabei um einige künstlerische Positionen und auch neue Werke ergänzt, die zum Teil speziell für Bremen konzipiert worden sind. Darüber hinaus sind künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum der Hansestadt geplant. Somit bietet die Ausstellung nicht nur einen Einblick in eine noch junge, ungewöhnliche Sammlung, sie ist zugleich Austragungsort der aktuellsten Entwicklungen einer unangepassten, sich im steten Wandel befindlichen Kunstform.

Ein engagiertes Rahmenprogramm mit Workshops, Stadtspaziergängen, Filmabenden und Diskussionen wird die Ausstellung ergänzen und so eine lebendige wie auch kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Urban Art anregen. Zudem erscheint ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen Abbildungen und lesenswerten Texten.

Die Ausstellungskonzeption wurde erarbeitet von Ingo Clauß, Kurator der Weserburg, Adrian Nabi, der als Initiator und Kurator der Berliner Backjumps Ausstellungen zu den weltweit besten Kennern der Szene gehört und dem Sammler Rik Reinking, der dem Museum bereits seit mehreren Jahren eng verbunden ist. Parallel zur Ausstellung realisiert der Kunstraum Kreuzberg / Bethanien auf Einladung des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages (20. bis 24. Mai 2009) im Bremer Stadtraum das Projekt "Sign Seeing" (PDF Flyer). Neben einem hochinteressanten Veranstaltungsprogramm zur Urban Art wird der in Kopenhagen lebende Künstler Victor Ash alle vier Seiten eines Hochbunkers gestalten und damit ein weithin sichtbares Zeichen für eine lebhafte Auseinandersetzung mit der Kunst der Straße setzen.

Eine Zusammenarbeit mit Reinkingprojekte und dem Kunstraum Kreuzberg / Bethanien. In Kooperation mit dem 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag, 20. bis 24. Mai 2009 in Bremen. Besonderer Dank gilt den Museumsfreunden der Weserburg.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Akay, Akim, Ash, Herbert Baglione, Banksy, Blu, Boxi, Brad Downey, Bronco, Daniel Man, Dave the Chimp, Mark Jenkins, Miss Van, Mode 2, Os Gêmeos, Mirko Reisser (DAIM), Shepard Fairey, Space Invader, Swoon, DTagno, Tilt, Vitché, Heiko Zahlmann, Zevs, Zezão


Infos zum Katalog.


Weserburg | Museum für moderne Kunst
Teerhof 20
28199 Bremen
Germany
Telefon: 0049-(0)421-59 83 9-0
Fax: 0049-(0)421-50 52 47
E-Mail: mail@weserburg.de
weserburg.de


Links zum Thema:
"Explosives von der Straße", Kreiszeitung.de, 22.07.2009
Welt Online, 26.06.09
NDR Kulturjournal (Sendung vom 08.06.09) | LiveStream (NDRmediathek)
Ekosystem.org (just)
Modart
Center.tv (Beitrag als Windows Media Stream)
Radio Bremen
Art-Magazin.de
Deutschlandradio Kultur
Bild.de
Flickr (.parsprofoto*)

Labels: ,

topnach oben
zurück
Startseite