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Hermine Anthoine - Staring at the sun

Hermine Anthoine - Starting at the sun

Reinkingprojekte würde Sie gerne zur Eröffnung der nächsten Ausstellung einladen.

In die Sillemstraße 48 a+b
20257 Hamburg

Wir sind stolz, Ihnen die französische Künstlerin Hermine Anthoine präsentieren zu dürfen.

Eröffnung 29. Mai 2010
17.00 Uhr – open end

Terminabsprache erwünscht
Wir freuen uns auf Ihren Besuch

Hermine Anthoine. Staring at the sun
Haben Sie jemals etwas von der Heliotherapie gehört? Sie ist eine Art Medizin, die darin besteht Sonnenbäder zu verschreiben. Diese ungewöhnliche Behandlung wird Patienten mit verschiedenen Symptomen wie Rachitis, jahreszeitabhängigen Depressionen, Lungen- oder Hauterkrankungen. Die Heliotherapie wurde nicht erst gestern erfunden, aber die meisten von uns kennen ihre unerwünschte Konsequenz: gold gebräunte Haut.

Seit der späten 1930er ist gebräunte Haut en vogue, was es zu einer Möglichkeit entwickelt hat, unser Gegenüber über bestimmte Dinge zu informieren (wie z. Bsp. die Tatsache (nicht) im Urlaub gewesen zu sein oder (k)einen Zugang zu einem Solarium gehabt zu haben – was in beiden Fällen ein Zeichen von sozialer Extravaganz sein könnte, die sich nicht jeder leisten kann etc.). Trotzdem war gebräunte Haut auch immer ein Zeichen und sogar ein soziales Zeichen dafür der unteren Schicht anzugehören und noch konkreter der Landbevölkerung.

Hermine Anthoines Haut ist nicht gebräunt, ein Zeichen dafür, dass sie sich in letzter Zeit nicht der Sonne ausgesetzt hat oder aussetzen hat lassen. Trotzdem zeigt ihre momentane Ausstellung bei Reinkingprojekte in Hamburg ab dem 29. Mai Arbeiten, die sich mit einem bedeutsamen Spiel mit diesem Gestirn auseinandersetzen, akzentuiert durch die Verarbeitung des Lieblingsmaterials der Künstlerin: Bronze. Als Tochter einer Bauernfamilie hat Hermine Anthoine ein Jahrzent lang Kunst hergestellt, die auf Desillusionierung basiert, gemeinsam mit der Notwendigkeit den Diskurs über solch eine a priori obsolete Technik in Frankreich wie der Bronzegießerei fortzuführen und der sozialen Sphäre aus der sie kommt, Anerkennung zu erweisen.

Die Ausstellung präsentiert eine Ansammlung von Arbeiten, die eine nette, aber zur selben Zeit schwere Träumerei zulassen. Unsere Augen starren auf Blätter, die an die Wand genagelt farbig reflektieren und wir werden die Möglichkeit haben, in ein Zeit umkehrendes Bühnenbild einzutauchen. Ein Stück weiter werden wir Blumen sehen, die so riesig sind, dass ihre Stängel aus dem Bouquet herausragen, während das sichtbare Gewicht eines alten Fensterrahmes vollkommen der Schwerkraft zu entfliehen scheint… Im Gegensatz dazu, werden vereinzelte Totenköpfe eine weiche Spannung in diesem Raum erzeugen: Werden wir von einer verführerischen Gebäckmischung probieren oder sollen wir mit dem Gedanken spielen, uns selbst verschwinden zu lassen? Was ist diese Sonne, in die man hineinstarren kann ohne braun zu werden? Hat Hermine Anthoine durch ihre Skulpturen einen Weg zu einer Zeit von nicht konventioneller Ruhe gefunden? Ist das Ziel der ausgestellten Stücke eine neue Form der Medikamenten-Verschreibung?
Jack Tone

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Daniel Man - only a butterfly is a good fly

Ab dem 10. April 2010 stellt Daniel Man unter dem Titel „only a butterfly is a good fly“ in den Räumen der REINKINGPROJEKTE in Hamburg aus.

Eröffnung: 10. April 2010 ab 17:00 Uhr.
Ausstellung: 11. April 2010 bis voraussichtlich Juni 2010

Öffnungszeiten nur nach Vereinbarung

INTERVIEW MIT DANIEL MAN

Du sagst, deine Kunst entsteht aus der Ambivalenz eines zweigeteilten Ursprungs, den du zu verbinden suchst: In London geboren, in Deutschland aufgewachsen – in einer aus China stammenden Familie. Deswegen beginnt jede meiner Fragen mit einem chinesischen Sprichwort. Das erste: "Ein Bild ist tausend Worte wert." Mit welcher Zunge spricht Deine Kunst?

Es gibt keine Sprache, für die ich Partei ergreifen würde– weil ich gar nicht wüsste, für welche. Deswegen ist es immer ein Suchen nach Sprache und nach Symbolen, die mir gefallen oder die universell verständlich sein könnten. Ich glaube, dass jeder von uns eine bestimmte Information in sich trägt, die über eigene Erfahrung hinausgeht, so etwas wie eine Kollektivinformation. Und dass die Materie, in die wir hineingewachsen sind, alles Wissen der Geschichte trägt. Wenn ich Symbole aufleben lasse, die gut transportieren, was ich mir denke, werden sie oftmals auch von anderen erkannt.


"Besser auf neuen Wegen etwas stolpern als in alten Pfaden auf der Stelle zu treten."
Sich aus dem Graffiti herauszuschälen und malerische Elemente zu betonen oder in die Malerei grelle Tags einzuarbeiten, stieß bei Hardlinern beider Parteien auf Kritik. Wie schnell wird eine sich als progressiv verstehende Bewegung doktrinär und wie wappnest Du Dich gegen Dogmen?

Oh! Das Sprichwort könnte ja wirklich von mir stammen. Mit einem Satz: Ich bleibe einfach bei mir. Die Szene hat ihre eigenen Doktrinen geschaffen, genauso wie jede andere Subkultur irgendwann zu Populärkultur wurde. Oder jeder Punk zu Pop. Zwar gehe ich immer wieder raus, weil es einfach Spaß macht, aber mir ist irgendwann bewusst geworden, dass auch bei den Jungs darauf geguckt wurde, wie es sein müsste, was verwendet werden sollte. Das habe ich nicht eingesehen. Und mir ein neues Feld gesucht. Das konnte ich damals nur an der Akademie finden. Walter Dahn (Anm. d. Red.: lehrt Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig) war für mich der Inbegriff eines Gedankenbefreiers – dabei ist er einer der kopflastigsten Künstler überhaupt. Außerdem kam er aus einer ähnlichen Ecke. Er hatte im New York der frühen Achtziger ganz viel mit den Graffiti-Jungs zu tun, mit HipHop und Underground. Das ist wirklich ein alter Punker. Und der denkt auch so: Immer schön Widerstand aufbauen. Gegen alles, was da ist, gegen alles, was sich eingefahren hat. Aber das Problem ist: Die Strukturen an der Hochschule sind dennoch genauso da. Immer wird alles wiederholt, mantra-mäßig. Aber es war dennoch schön, weil ich an der Akademie erst entdeckt habe, dass es so viel zu entdecken gibt, dass ich eigentlich überhaupt nichts weiß. Seitdem bin ich bei mir geblieben.


"Der Mensch setzt Ruhm an wie das Schwein Fett."
Du wirst inzwischen von den richtigen Galerien vertreten, von den richtigen Sammlern gekauft, in den richtigen Museen ausgestellt. Ist Dir das nicht manchmal unheimlich, dass der gleiche, vermummte Eisenbahnbrücken-Sprayer heute auf Kunstmessen stolz als Street Art-Künstler präsentiert wird? Fühlst Du Dich selbst überhaupt noch Street?

Ach, die Street Credibility. Der Fame als Ideal, war im Graffiti doch immer da. Nicht nur im Graffiti, aber da komme ich halt her. Es war lange so in der Szene, dass ich nicht als Codeak wahrgenommen wurde. Man hat mich nicht gesehen, ich habe mich nicht mit meinem Schriftzug hingestellt und gesagt: ‚das bin ich’. In der Kunstszene will ich meine Position erarbeiten. Wenn ich erkannt werde, ob auf der Straße oder in der Kunstszene, dann ist das super. Was heißt Street Credibility, mein Gott. Ob ich mehr Street oder weniger bin, das ist mir völlig Schnurz. Aber es macht trotzdem Spaß, wenn ich irgendwo auf der Straße bin und dann kommt ein Junge und sagt, ‚hey, du bist Codeak, wow! Kannst du mir ein Tag in mein Blackbook machen?’ Jetzt kommen die Leute eben ins Museum, um sich die Bilder anzusehen. Das Arbeiten im Atelier hat eine andere Qualität. Man ist mehr bei sich. Aber es ist nicht besser und nicht schlechter.


"Hüte dich vor Männern, deren Bauch beim Lachen nicht wackelt!"
Wo ist mehr Witz? Im Graffiti? In der Malerei? Oder bleibt das Lachen bei der Kunst außen vor?

Ich bin immer für eine absolute Durchsetzung von allem. Die Straße ist mit viel Fun verbunden, weil sie spontan reagiert – oder vermeintlich spontan, viele Sachen entstehen inzwischen ja in mühsamer Kleinstarbeit zu Hause. Das ist fast schon konzeptuelle Street. Ich hätte gern, dass das, was akademisch ist, wieder durchflutet wird von dem Spontanen und Witzigen, was die Kunst ja durchaus auch hat – bei Polke etwa oder Kippenberger. Aber wenn du etwas kultivierst, wird es eben irgendwann zum Konzept. Dann ist diese spontane Handlung nicht mehr da und das Kontextuelle auch nicht. Dieses: Was bedeutet die Stadt für mich? Was mache ich für diesen Ort? Ich gehe einfach raus und schreie. Weil ich schreien muss. Mir waren die Akademiker zu akademisch, die Straßenleute zu profan. Ich brauche etwas dazwischen. Deswegen: Bei mir bleiben.


"Mögest du in interessanten Zeiten leben" ist ein chinesischer Fluch. Kommst Du mit der Unruhe des Künstlerdaseins klar oder ängstigt Dich – wie manch anderen jungen Künstler – ein mögliches Ende des momentanen Hypes um die Kunst und um die eigene Person? Leidet ein Chinese mehr unter „interessanten Zeiten“ – oder schützt das Tao?

Der Chinese in mir bringt mir Ruhe. Das Tao bringt mir Ruhe. Meine Kinder sind mein Ausgleich. Wenn ich nach München ins Atelier fahre oder wenn ich eine Ausstellung aufbaue und in diesem Hype mit drin bin, das bringt die Unruhe. Aber auch eigene, innere Unruhe treibt mich ins Atelier. Selbst wenn ich mir dann denke: ‚Hey, was gebe ich mir da für einen Scheiß, dass ich in diesem kalten Atelier bei sieben Grad arbeite?’ Das ist das Ding: In meinem Atelier bin ich ein ruheloser Geist und fabriziere irgendeine Arbeit, die scheinbar so Nonsens ist, für mich aber so wahnsinnig wichtig. Auch das kreiert Unruhe. Dann liegen auf dem Tisch irgendwelche Kunsthefte oder einer erzählt Dir: ‚Weißt du, dass unser Kollege so und so in dem und dem Kunsthaus ausstellt?’ Ich bin davor nicht gefeit. Und strebe nach der Waagrechten. Auch aus dieser Schizophrenie heraus, Chinese zu sein und Deutsch zu sprechen, jeden Tag. In meiner Arbeit kann ich dafür am besten eine Sprache finden.
EVELYN PSCHAK, KUNSTHISTORIKERIN UND KUNSTKRITIKERIN , München. Februar 2008


Mehr Infos: danielman.de

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Brad Downey - Broken Horizons

Ab dem 28.08.2009 stellt Brad Downey unter dem Titel „Broken Horizons“ in den Räumen der REINKINGPROJEKTE in Hamburg aus.


Öffnungszeiten nur nach Vereinbarung

Ausstellung: BRAD DOWNEY – BROKEN HORIZONS
Eröffnung: 28.08.2009 – 19.00 Uhr


(..) Downey wuchs in einer US Marine Familie auf, lernte dadurch Städte in den verschiedensten Teilen der USA kennen und war somit den verschiedensten Einflüssig völlig gegensätzlicher Umgebungen ausgesetzt, was später sicher viel zu seiner einzigartigen Sichtweise beigetragen hat. 1998 zog es ihn an das New Yorks Pratt Art Institute, wo er sich erstmals dem Studium der bildenden Kunst widmete. Angeregt durch die städtische Lebendigkeit suchte er nach alternativen Wegen, seine Umwelt darzustellen und entschied sich für ein Filmstudium. Downey hat es sich zur Aufgabe gemacht, Zeichen und Signale, die das städtische Umfeld regieren und unbemerkt unsere Wege durch die Stadt bestimmen, individuell zu deuten. Diese Zeichen und Lichtsignale sind uns so vertraut, dass deren raffinierte Manipulation (oder auch Nachbildung) oft übersehen wird. Downey arbeitet mit Humor, um institutionelle Bestimmungen und öffentliches Verhalten zu unterstreichen und ein Bewusstsein dafür hervorzurufen, wie diese Art der Kontrolle die Bewertung von Kunst, des Selbst und des sozialen Status’ beeinträchtigt. Mit seinen Reaktionen auf die Überschneidung von Eigentum, Raum und persönlicher Erfahrung im Zeitalter der Privatisierung überrascht Downey den Betrachter auf feinfühlige, komische und oft auch provokative Weise. Unter Verwendung gefundener und vergessener Überreste städtischer Architektur definiert Downey öffentliche Objekte neu und fügt sie erneut in die Alltagslandschaft ein. Diese temporären Brüche – die wenige Minuten oder monatelang bestehen bleiben – spielen mit den Wechselbeziehungen zwischen Individuen, die sowohl öffentlichen als auch privaten Raum bewohnen.

Links zum Thema:
Fotos von der Eröffnung, just.blogsport.de
"Tipps der Woche", art-magazin.de

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Amourfou



Mehr zum Thema:
rebelart.net

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Grey Area

Carmichael Gallery of Contemporary Art Presents

‘Grey Area’
A solo exhibition of new artwork by Boxi

Address: Carmichael Gallery of Contemporary Art
1257 N. La Brea Avenue
West Hollywood CA 90038

Opening reception: Thursday, April 9th 2009 / 7.00pm – 10.00pm
Exhibition Dates: April 9th – April 30th 2009


Carmichael Gallery of Contemporary Art is proud to present Grey Area, the first US solo exhibition of work by UK artist Boxi. An opening reception will be held on Thursday, April 9th, 2009 from 7.00pm – 10.00pm, with the artist in attendance. Work in the show will include spray paint on canvas and MDF, sculpture, and limited edition prints, as well as a site-specific installation. The exhibition will be open for viewing through Thursday, April 30th 2009 from 1.00pm -7.00pm.

“I am drawn to the incongruous narrative in figuration. My works aspire to polarize the stability of what is at first perceived to be harmless or sweet but in reality turns out to be pathetically desperate or tragic or vice versa. A dark disillusioned romanticism pervades throughout… (along with) confrontational themes, such as paranoia, disappointment, expectation, grief, mistrust and other upbeat reflections of our times.

“It is in this state of reflection, this ‘grey area’ of ambiguity and blurred truth that I have found myself in, a place where trends and crashes in the market aggressively threaten and pressurize social behavior. Making life-sized figures that articulate this uncertainty is a way for me to come to terms with the phrase ‘of our time’.”
- Boxi

About the Artist:

Born 1974 in Kent, England, Boxi completed his studies at the London St. Martins School of Art with a BA Fine Arts degree in Painting in 1996. He has lived and worked in Berlin, Germany since 1999, joining REINKING PROJEKTE in 2007.

Mehr Infos:
boxi.eu.com
carmichaelgallery.com

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Urban Art - Werke aus der Sammlung Reinking

16. Mai - 30. August verlängert bis 04. Oktober 2009

Urban Art ist allgegenwärtig. Ungefragt hinterlässt sie ihre Spuren und Zeichen im Stadtraum. Mit Stickern, Postern, großflächigen Wandgemälden und Schablonengraffiti erobert sie sich den öffentlichen Raum. Ihre Galerie sind die Straßen der Welt. Was mit Graffiti in den amerikanischen Großstädten der Ostküste vor nunmehr 40 Jahren begann, hat sich mittlerweile entscheidend weiterentwickelt. Auch wenn die meisten Aktionen immer noch anonym und illegal entstehen, handelt es sich doch nicht mehr ausschließlich um ein Phänomen der Jugendkultur. Viele Akteure haben sich von der Bildsprache des Graffiti-Writing emanzipiert und neue Ausdrucksformen erprobt. Mit subtilen und humorvollen, bisweilen auch offensiven Eingriffen in das Stadtbild versuchen sie eingeübte Sehgewohnheiten aufzubrechen. Ihnen geht es dabei in aller Regel nicht um die Beschädigung urbaner Infrastruktur, sondern um einen Dialog mit der Öffentlichkeit.

Die Spielarten der Urban Art sind vielfältig. Temporäre Aktionen, ungewöhnliche Objekte und Skulpturen, Schriftzüge und Characters werden als Stolperfallen in den visuellen Fluss der Stadt eingewoben. Die Möglichkeit, dass viele Passanten diese Eingriffe gar nicht wahrnehmen, an ihr vorbeigehen und übersehen, ist dabei bewusst einkalkuliert. Sie bilden damit ein subversives Gegengewicht zu der steten Präsenz von Werbung, die mit ihren blinkenden Bildern und verführerischen Kaufoptionen, den Alltag dominiert. Nicht nur in dieser Hinsicht ist Urban Art der Ausdruck einer kritischen Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen, kulturellen und ökonomischen Dimensionen von Stadt, die sich im Zeitalter der Globalisierung rasant und nachhaltig verändert.

In den letzten Jahren erlebte Urban Art einen regelrechten Hype. Zahlreiche Galerien und Museen organisierten weltweit Ausstellungen und die Werke der bekanntesten Vertreter erzielten auf Auktionen Höchstpreise. Was von den einen als Kommerzialisierung, Verlust an Authentizität und Verrat an den ursprünglichen Interessen angeklagt wird, begreifen viele Künstlerinnen und Künstler als eine neue Chance. Indem sie ihre Themen und Methoden in den geschützten Raum des Museums überführen, entwickeln sie ganz neue überraschende Ansätze. Aber was ist das für eine Kunst, die ihr angestammtes Terrain verlässt? Erfordern die Werke nicht die Stadt als Resonanzraum, als unmittelbaren Widerpart? Und ist eines der wesentlichen Kennzeichen von Urban Art nicht ihre Vergänglichkeit, ihre Spontaneität? Die Weserburg widmet sich diesen Fragen in einer groß angelegten Ausstellung, in deren Zentrum Werke der Sammlung Reinking stehen.

Der Hamburger Sammler Rik Reinking ist ein Überzeugungstäter. Bereits seit vielen Jahren begleitet er mit großer Leidenschaft und Intensität zahlreiche Künstlerinnen und Künstler der Szene. In seiner Sammlung sind heute einige der einflussreichsten Akteure mit repräsentativen Werken vertreten. Darunter finden sich so bekannte Namen wie Banksy (UK), DAIM (Deutschland), Brad Downey (USA), Os Gemeos (Brasilien), Shepard Fairey (USA) und Zevs (Frankreich). Die Ausstellung wird dabei um einige künstlerische Positionen und auch neue Werke ergänzt, die zum Teil speziell für Bremen konzipiert worden sind. Darüber hinaus sind künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum der Hansestadt geplant. Somit bietet die Ausstellung nicht nur einen Einblick in eine noch junge, ungewöhnliche Sammlung, sie ist zugleich Austragungsort der aktuellsten Entwicklungen einer unangepassten, sich im steten Wandel befindlichen Kunstform.

Ein engagiertes Rahmenprogramm mit Workshops, Stadtspaziergängen, Filmabenden und Diskussionen wird die Ausstellung ergänzen und so eine lebendige wie auch kritische Auseinandersetzung mit dem Phänomen der Urban Art anregen. Zudem erscheint ein umfangreicher Katalog mit zahlreichen Abbildungen und lesenswerten Texten.

Die Ausstellungskonzeption wurde erarbeitet von Ingo Clauß, Kurator der Weserburg, Adrian Nabi, der als Initiator und Kurator der Berliner Backjumps Ausstellungen zu den weltweit besten Kennern der Szene gehört und dem Sammler Rik Reinking, der dem Museum bereits seit mehreren Jahren eng verbunden ist. Parallel zur Ausstellung realisiert der Kunstraum Kreuzberg / Bethanien auf Einladung des 32. Deutschen Evangelischen Kirchentages (20. bis 24. Mai 2009) im Bremer Stadtraum das Projekt "Sign Seeing" (PDF Flyer). Neben einem hochinteressanten Veranstaltungsprogramm zur Urban Art wird der in Kopenhagen lebende Künstler Victor Ash alle vier Seiten eines Hochbunkers gestalten und damit ein weithin sichtbares Zeichen für eine lebhafte Auseinandersetzung mit der Kunst der Straße setzen.

Eine Zusammenarbeit mit Reinkingprojekte und dem Kunstraum Kreuzberg / Bethanien. In Kooperation mit dem 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag, 20. bis 24. Mai 2009 in Bremen. Besonderer Dank gilt den Museumsfreunden der Weserburg.

Teilnehmende Künstlerinnen und Künstler: Akay, Akim, Ash, Herbert Baglione, Banksy, Blu, Boxi, Brad Downey, Bronco, Daniel Man, Dave the Chimp, Mark Jenkins, Miss Van, Mode 2, Os Gêmeos, Mirko Reisser (DAIM), Shepard Fairey, Space Invader, Swoon, DTagno, Tilt, Vitché, Heiko Zahlmann, Zevs, Zezão


Infos zum Katalog.


Weserburg | Museum für moderne Kunst
Teerhof 20
28199 Bremen
Germany
Telefon: 0049-(0)421-59 83 9-0
Fax: 0049-(0)421-50 52 47
E-Mail: mail@weserburg.de
weserburg.de


Links zum Thema:
"Explosives von der Straße", Kreiszeitung.de, 22.07.2009
Welt Online, 26.06.09
NDR Kulturjournal (Sendung vom 08.06.09) | LiveStream (NDRmediathek)
Ekosystem.org (just)
Modart
Center.tv (Beitrag als Windows Media Stream)
Radio Bremen
Art-Magazin.de
Deutschlandradio Kultur
Bild.de
Flickr (.parsprofoto*)

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Boxi Cutting It

Die REINKINGPROJEKTE möchten Sie und Ihre Freunde herzlich zu der Eröffnung unserer neuen Räume einladen.

Sillemstraße 48 a+b
20257 Hamburg
Anfahrt

Wir präsentieren den britischen Künstler Boxi.
BOXI "CUTTING IT"
boxi.eu.com

Eröffnung 5. September 2008, 19 Uhr – open end
06.09 - 30.11.2008 (nach Vereinbarung)


Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

REINKINGPROJEKTE
Sillemstrasse 48 a+b
20257 Hamburg
info@reinkingprojekte.com
reinkingprojekte.com

Einladung als .pdf


BOXI wurde 1974 in Kent geboren und studierte in London an der St. Martins School of Art Malerei. Seit 2000 lebt und arbeitet er in Berlin, wo seine gesprühten Motive an vielen öffentlichen Orten zu entdecken sind. Wir sind stolz, Ihnen die erste große Einzelausstellung des Künstlers präsentieren zu können. Gezeigt werden Wandarbeiten, Cutouts und Leinwände, sowie aktuelle Editionen. Die fotorealistische Wirkung seiner Arbeiten erzielt BOXI durch eine höchst aufwendige Stencil-Technik, die er häufig mit klassischen Maltechniken kombiniert.

Wir beginnen unsere Ausstellungsreihe mit dem Künstler BOXI und freuen uns auf weitere Einzelpräsentationen von: Herbert Baglione, Brad Downey, Mark Jenkins, Daniel Man, Pius Portmann, Mirko Reisser (DAIM), Tilt, Vitché, ZEVS.

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Call it what you like! COLLECTION RIK REINKING

From the 14th of June until the 28th of September 2008 the audience at The Art Centre Silkeborg Bad will be able to gain an insight into a highly interesting period in modern art. The Art Centre Silkeborg Bad has succeeded in borrowing more that 120 works of art by internationally acclaimed artists from a large German private collection. The exhibition offers a great opportunity for getting some idea of pivotal aspects of contemporary art.

In the exhibition entitled "Call it what you like! COLLECTION RIK REINKING", the audience will thus, in Silkeborg, be able to experience works of art which challenge the prevailing conception of art, from mid-June and three-four months onwards. The selection of works of art for the exhibition takes as its' starting point Conceptual Art of the 1960's and -70's, Minimalism, Pop Art and Street-Art. All of these categories are well represented in Rik Reinking's collection.

The collector, the 32 years old Rik Reinking, has for some time now collaborated closely with employees at The Art Centre Silkeborg Bad in making the exhibition a interesting platform for the audience's encounter with the forms of expression of contemporary art. There will be made good use of the exhibition areas.
Reinking's motive for building a significant international collection is his passionate interest in contemporary art and in communicating art.

The exhibitions includes works of art by Nir Alon, Carl Andre, Hermine Anthoine, Herbert Baglione, Miroslav Balka, Banksy, John Von Bergen, Rolf Bergmeier, Guillaume Bijl, John Bock, Victor Bonato, Boxi, Daniele Buetti, Werner Büttner, Baldur Burwitz, James Lee Byars, Andre Cadere, Lawrence Carroll, Max Cole, John Mccracken, Amie Dicke, Brad Downey, Jimmie Durham, Henrik Eiben, Johannes Esper, Robert Filliou, Urs Frei, Tom Früchtl, Hamish Fulton, Gregory Green, Nan Goldin, Rodney Graham, Till F.E.Haupt, Georg Herold, Jim Hodges, Mark Jenkins, Joe Jones, Izumi Kato, Wulf Kirschner, Jon Kessler, Imi Knoebel, Gary Kuehn, Toshiya Kobayashi, Barbara Kruger, Ange Leccia, Konrad Lueg, Daniel Man, Jonathan Meese, Björn Melhus, Jonathan Monk, Piotr Nathan, Bruce Nauman, Ernesto Neto, Cady Noland, Obey, Os Gemeos, Tony Oursler, Markus Paetz, Blinky Palermo, Stefan Panhans, Dan Peterman, Pius Portmann, Stephen Prina, Richard Prince, Robert Rauschenberg, Rudolf Reiber, Mirko Reisser (DAIM), Klaus Rinke, Rolf Rose, Sam Samore, Michael Schmeichel, Till Schwieker, Santiago Sierra, Roman Signer, David Simpson, Rainer Splitt, Stohead, Thorsten Tenberken, Tilt, Rosemarie Trockel, Günter Tuzina, Dimitris Tzamouranis, Meyer Vaisman, Miss Van, Ben Vautier, Ludwig Vandefelde, Vitche, Johannes Wald, Lawrence Weiner, Pablo Wendel, Stefan Wewerka, Johannes Wohnseifer, Sol le Witt, ZEVS


KunstCentret Silkeborg Bad
Gjessøvej 40 A-D
8600 Silkeborg / Dänemark - Google Maps

Mehr Infos: silkeborgbad.dk
Mehr Infos zum Katalog.

Links zum Thema:
just.ekosystem.org - Fotos vom Aufbau

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Fresh air smells funny

Street Art, Graffiti und Urbane Kunst in der Kunsthalle Dominikanerkirche

Die Kunsthalle Dominikanerkirche präsentiert vom 25. Januar bis 30. März unter dem Titel "Fresh air smells funny" in Zusammenarbeit mit REINKINGPROJEKTE, Hamburg, eine Gruppenausstellung mit künstlerischen Positionen, die ihre Wurzeln im Urban Space sehen und die sich über die vergangenen Jahre stetig weiterentwickelt haben.

Gezeigt werden Street Art, Graffiti und Urbane Kunst mit Werken von Boxi (GB), Brad Downey (USA), Daniel Man (D), Mirko Reisser (DAIM) (D), Tilt (F / USA), Vitché (BR), ZEVS (F), Pius Portmann (CH / USA), Swoon (USA), Hera (D), Mark Jenkins (USA), D*Face (GB) sowie Os Gemeos (BR).



Die Besucher der Ausstellung und der mit ihr verbundenen Kunstwerke im öffentlichen Raum haben die Möglichkeit, in die eigenwillige Bild- und Gedankenwelt dieser Kunst gemeinsam mit Künstlern, die zum Teil vor Ort arbeiten werden, einzutauchen. Die Künstler aus Europa, den USA und Südamerika realisieren ihre Werke teilweise eigens für Osnabrück.

Einladung als Acrobat .pdf
Mehr Infos über den Katalog.

Die Eröffnung findet am Freitag, 25. Januar, 18 Uhr, statt.

Kunsthalle Dominikanerkirche
Hasemauer 1
49074 Osnabrück - Google Maps

Dienstags bis Freitags: 11 bis 18 Uhr. Samstags und Sonntags: 10 bis 18 Uhr, Montags: geschlossen

Mehr Infos: osnabrueck.de


Links zum Thema:
Kunstforum - "Fresh air smells funny" (pdf)
art-magazin.de - "Ich will keine Nacktheit, sondern Intimität", Tilt Interview
taz.de - "Sachbeschädigung war gestern"
art-magazin.de - "Street-Art Osnabrück"
neue-oz.de - "Urknall der Popkultur"
justtakingpictures.net
just.blugsport.de

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tapingDAIM

REINKINGPROJEKTEraum, Hamburg
20.10.07 - 20.12.07

Immer auf der Suche nach neuen Ausdruckformen hat sich DAIM mit dieser neuen Werkgruppe der "Tapings" eines Materials bedient, welches eigentlich bei der Verpackung seiner Arbeiten Verwendung findet. Es gelingt Ihm, dieses spröde Material - Krepp-Klebeband - virtuos aufzuladen.
Ohne Zuhilfenahme von weiterer Farbe arbeitet Daim bei dieser Serie nur mit den industriell hergestellten Kleberollen, welche in verschiedenen Stärken erhältlich sind.


Die unterschiedlichen Qualitäten sind durch wiederum unterschiedliche Färbung des "Tapes" für den Vertrieb und den Konsumenten deutlich gekennzeichnet worden. Somit ist seine Farbpalette zwar bewusst stark begrenzt, ohne aber dabei ihre explodierende Wirkung zu verlieren.

Künstler: Mirko Reisser (DAIM)

REINKINGPROJEKTEraum
Hamburg

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Still on and non the wiser

Von-der-Heydt Museum / Kunsthalle Barmen Wuppertal
Street Art - Graffiti - Wuppertal
11.02. - 06.05.07



Schon 1975 sprach der französische Medienphilosoph Jean Baudrillard von Graffiti als "Aufstand der Zeichen" - als Medium derer, die in postindustriellen Metropolen nur als Konsumenten zählen. Dieser Aufstand ist längst nicht mehr nur Subkultur. Seit ein paar Jahren haben "Street Art" und "Graffiti" die engen Regeln der Hip Hop-Kultur hinter sich gelassen.



Die Künstler markieren nicht mehr nur ihr Terrain, sie treten in Dialog mit der urbanen Zeichenwelt, verdrehen deren Bedeutungen mit Witz und Verve und machen so politische Kunst im besten Sinne. In Wuppertal wird ab dem 11. Februar 2007 eine Auswahl von elf internationalen Künstlern gezeigt, die aus der Graffitiszene stammen und die im Laufe der Jahre gelernt haben, sich von dem der Szene eigenen Vokabular zu emanzipieren. Dennoch leugnen sie ihre Herkunft nie. In den Arbeiten ist sichtbar, wo ihre Wurzeln liegen und aus eben diesem Grund werden überwiegend Arbeiten vor Ort realisiert werden.



Ausstellende Künstler:
Os Gemeos, Mirko Reisser (DAIM), Daniel Man, Pius Portmann, Heiko Zahlmann, Tasek, Tilt, Zevs, Miss Van, Stohead, Herbert Baglione

Infos zum Katalog.
Mehr Infos: stillonandnonthewiser.de

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Still on and non the wiser - DAIM und Os Gemeos Video



DAIM und die Os Gemeos bereiten ihre Wände für die große Still on and non the wiser Ausstellung in der Kunsthalle Barmen in Wuppertal vor.

Mehr Infos: stillonandnonthewiser.de

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Wakin up nights

de Pury & Luxembourg
17.02. - 17.03.07

Elf der international bedeutendsten Graffitikünstler - Herbert Baglione (BR), Mirko Reisser (Daim) (DE), Os Gemeos (BR), Daniel Man (GB), Pius Portmann (CH), Stohead (DE), Tasek (DE), Tilt (FR), Miss Van (FR), Heiko Zahlmann (DE) und Zevs (FR) - zeigen Arbeiten, die zum Teil direkt in der Galerie entstehen. Alle Künstler werden bei der Eröffnung anwesend sein.




Schon 1975 sprach Jean Baudrillard von Graffiti als "Aufstand der Zeichen", als Medium für jene Künstler, die den Stellenwert des Menschen in postindustriellen Metropolen reflektieren. Dafür verwenden die Sprayer eine individuelle Bildsprache, die sich an die Begebenheiten des urbanen Raumes anpasst und dessen Potenzial für gestalterische Eingriffe aufs Beste nutzt. Ein Querschnitt durch die Positionen der letzten 15 Jahre zeigt, wie vielseitig und hochwertig die Schriftzüge und Bilder der Künstler sind und vor allen Dingen, wie stark sie die alltägliche Wahrnehmung beeinflussen.
Die Ausstellung "Wakin up Nights" vereint elf der einflussreichsten Graffitikünstler. Sie prägen mit ihren Tags und Pieces nicht nur die heimische Szene, sondern zunehmend die internationale Kunstwelt.




Die Ausstellung macht deutlich, dass Graffiti oder Street Art ähnlich eines Seismographen unmittelbar auf die Besonderheiten und Veränderungen des Alltages reagiert und diese visualisiert, wobei sozialkritische Aussagen oft eine große Rolle spielen.
Die Künstler markieren nicht nur ihr Terrain, sondern treten in Dialog mit der urbanen Zeichenwelt, verdrehen deren Bedeutungen und stellen oftmals einen als «politische Kunst» zu bezeichnenden Beitrag dar. Charakteristisch ist die subtile und latente Wirkungskraft der Arbeiten, die sich gerade aus der engen Verbindung zwischen Ort und Kunstwerk ergibt. Aus diesem Grunde werden in der Ausstellung auch Arbeiten gezeigt, die vor Ort von den Künstlern realisiert werden und so auf den Kontext reagieren können.
Wie virtuos und malerisch die Sprache des Graffiti sein kann, zeigen die Werke von Pius Portmann, Stohead und Mirko Reisser (Daim). Die Künstler Herbert Baglione und die Zwillinge Os Gemeos wie auch Daniel Man veranschaulichen, wie sich kulturelle Unterschiede in den Darstellungen niederschlagen können. Arbeiten, die Tendenzen minimalistischer Malerei weiterentwickeln und dabei die Herkunft des Graffiti thematisieren, zeigt Heiko Zahlmann. Konzeptuelle Ansätze lassen sich bei Zevs konsumkritischen Projekten finden. Auch Tilt verbindet Graffiti und Photographie in einem von ihm erdachten Konzept, das zudem mit dem Klischee des weiblichen Sexsymbols spielt. Mit dem Bild der Frau beschäftigt sich auch die Künstlerin Miss Van in ihren unverkennbaren Porträts. Dass sich die Künstler von vermeintlichen Gattungsgrenzen nicht einengen lassen, sondern diese frech manipulieren, verdeutlicht auch der Beitrag von Tasek.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit Rik Reinking, der als langjähriger Sammler von Street Art und durch vielseitige Projekte in diesem Feld ein hervorragender Berater ist.

de Pury & Luxembourg
Limmatstrasse 264
8005 Zürich
Schweiz

Mehr Infos: www.depuryluxembourg.com

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Coming soon... eingeworfen durch Rik Reinking

Contemporary Art Projects Anke Blashofer

Im Februar 2007 wird in der Kunsthalle Barmen / Von-der-Heydt Museum Wuppertal unter der Leitung von Dr. Gerhard Finckh eine Ausstellung zum Thema Graffiti stattfinden. Kuratiert wird diese Schau von Rik Reinking, der hier in Berlin einen ersten Einblick mit einer Auswahl der beteiligten Künstler gewährt.

Eröffnung am 23.09.06 ab 19:00 Uhr
Projektraum-Blashofer am Checkpoint Charlie
Friedrichstrasse 210, 1. OG. 10969 Berlin

Künstler:
Mirko Reisser (DAIM), Christoph Hässler, Daniel Man, Pius Portmann, Tasek, Heiko Zahlmann, Tilt

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sculpture@CityNord

Podcasts
Katalog

Das temporäre Skulpturenprojekt in der City Nord
14. Mai bis 24. September 2006

Initiiert von der Grundeigentümer Interessengemeinschaft City Nord GmbH
Organisation: Peter Borchardt
Kurator: Rik Reinking
sculpture@CityNord verspricht, das Ereignis des Hamburger Kunstsommers zu werden. Zum ersten Mal veranstaltet die Grundeigentümer Interessengemeinschaft City Nord GmbH (GIG) ein temporäres Skulpturenprojekt in Hamburgs City Nord. Mit dem jungen Kurator und Sammler Rik Reinking und dem auf Kunst im öffentlichen Raum spezialisierten Hamburger Galeristen Peter Borchardt hat die GIG zwei engagierte und kompetente Partner für dieses Projekt gefunden.
Das Projekt findet im Rahmen des Hamburger Architektursommers 2006 statt und soll alle zwei Jahres stattfinden. Auf Grund der hohen Qualität darf man sich sicher sein, dass das Skulpturenprojekt über die regionalen Grenzen hinaus zum Anziehungspunkt für Besucherströme auch von außerhalb werden wird. Im Jahr der Fußball-WM wird die Hansestadt von dem Kunstprojekt profitieren.
Die City Nord präsentiert sich damit ausdrücklich als Standort für Kunst und Kultur. Die Kulturbehörde stuft dieses Projekt als "den anspruchsvollsten Beitrag zum Thema Kunst im öffentlichen Raum für dieses Jahr" ein. In Gegenwart von Kultursenatorin Karin von Welck wird das Projekt am 14. Mai um 11 Uhr im City Nord Park eröffnet. Die Abschlussveranstaltung findet am 24. September statt. Prof. Lingner von der Hochschule für bildende Kunst wird das Projekt mit einem Seminar und einem Symposium wissenschaftlich begleiten.

Das künstlerische Konzept
Das Kunst-Kompetenz-Duo Reinking / Borchardt präsentiert heute eine Künstlerliste, die spannende Beiträge verspricht. Rund 30 namhafte, vorwiegend junge Künstler nehmen an dem Projekt teil. Junge Hamburger Kunst trifft hier auf internationale Kunst-Stars wie Lawrence Weiner. Die meisten von ihnen haben bereits beachtliche Erfolge in der Kunstszene zu vermelden. Von einigen hat man bereits viel gehört - von anderen wird noch einiges zu hören sein. Dabei scheut Reinking keinesfalls den Diskurs mit den Meistern früherer Generationen, sondern bezieht sie ausdrücklich ein.
Zwei Künstler präsentieren gerade ihre Arbeiten im Kunsthaus Hamburg. Sonja Vordermaier und Jan Köchermann haben das Hamburg Stipendium für 2005 erhalten. Bei den für die Ausstellungen ausgewählten Werken handelt es sich um Werke der zeitgenössischen Kunst, die unterschiedlichen Thematiken und Ausrichtungen zuzuordnen sind. Die Grenzen zu anderen Kunstgattungen sind offen. Das schließt Einzelskulpturen, Skulpturengruppen und Installationen ein, des weiteren Performances, Konzerte und Video-Kunst. Es wird sowohl große und beeindruckende Beiträge geben, als auch Positionen, die es zu entdecken gibt. Neben skulpturalen Objekten wird es auch verschiedene Plattformen geben, auf denen sich - wie auf einer Bühne - Real-Life-Projekte und Performances realisieren lassen. Es wird Eingriffe in die örtlichen Gegebenheiten geben, indem zum Beispiel ein Weg verschwindet, oder ein Parkplatz zur Partylounge wird. Straßenlaternen mutieren zu Kandelabern, Stühle hängen am Himmel, Bäume laden Feen ein, Hinweisschilder fordern vehement nach mehr Un- Sinn. Geplant ist darüber hinaus ein Expo-Container, der von ca. 20 Künstlern im schnellen Wechsel als Ausstellungsfläche genutzt wird. Zudem gibt es ein von absoluten Kennern der Szene eigens für diese Veranstaltung kuratiertes Video-Projekt mit wechselnden Programmen, das in einem kleinen Kinoraum auf der Ebene +14 zu sehen sein wird.
Nahezu alle Positionen setzen sich mit der City Nord und der dortigen städtebaulichen Situation auseinander. Die meisten künstlerischen Beiträge entstehen explizit für dieses Vorhaben. Es wird höchst spannend werden, wie diese Künstlerinnen und Künstler auf den in Hamburg städtebaulich umstrittenen Ort City Nord reagieren - eine eigenartige Bürostadt, die seit Ende der fünfziger Jahre entstanden ist, in der viele Großunternehmen ihren Hauptsitz haben und etwa 30 000 Menschen arbeiten. Man darf sich von der Arbeit Rik Reinkings einiges erhoffen.
Der junge Sammler und Kurator hat in Projektgesprächen bereits die Richtung von sculpture@CityNord vorgegeben. Seine Schlagworte sind Prozesshaftigkeit, Flexibilität, Experiment, Erweiterung des Skulpturenbegriffs und Ideenkunst.

Ausstellende Künstler
Nir Alon, Hermine Anthoine, Rolf Bergmeier, Matthias Berthold, Jimmie Durham, Johannes Esper, Christian Forsen, Till F.E. Haupt, poisen idea, Yoshiaki Kaihatsu, Wulf Kirschner, Jan Köchermann, Volker Lang, George Lappas, Daniel Man, Stefan Panhans, Thorsten Passfeld, Gerrit Peters, Mirko Reisser (DAIM), Ulrich Rückriem, Barbara Schmidt-Heins, Gabriele Schmidt-Heins, Anna Schuster, Rainer Splitt, Sonja Vordermaier, Lawrence Weiner, Winter / Hörbelt
Die Macher: "Eine Skulptur verschafft einem Platz ein Gesicht und damit Identität. Eine Skulptur repräsentiert das Mehr, das sich eine Kommune, ein Mäzen oder Auftraggeber leistet, um etwas Besonderes zu dokumentieren und Verantwortung für einen kommunalen Lebensraum zu übernehmen."
















Das Rahmenprogramm
Neben Eröffnung und Finissage sind weitere Sonderaktionen vorgesehen: Künstlervideos, Musikveranstaltungen oder Podiumsdiskussionen mit den beteiligten Künstler und qualifizierten Kunstvermittlern.
Es wird einen Infopoint geben, wo Besucher Führungen buchen oder einen Audioguide ausleihen können. Kunstkataloge werden zum Stöbern und Kaufen angeboten. Zudem ist der Betrieb eines Cafés geplant, in dem Kleinigkeiten zu Essen und zu Trinken angeboten werden. Das Café wird von Waagenbau (bekannt durch den Centralparc im Schanzenviertel) betreut.
Am 19. Mai startet ein Skulpturenlauf über 3,3 oder 10 Kilometer. Der Künstler Falk von Traubenberg wird auf der Ebene +14 einen begleitenden Fotowettbewerb veranstalten.

Struktur des Projekts
Es handelt sich hierbei um ein außergewöhnliches Beispiel, bei dem die Initiative und Realisation in privater Hand liegt und die öffentlichen Ansprechpartner in außerordentlich kooperativer Weise das Projekt unterstützen und fördern. Das Skulpturenprojekt wird ausschließlich von privaten Trägern finanziert und organisiert und vom Engagement aller Beteiligten getragen.

sculpture@CityNord
City Nord Park, New-York-Weg / Überseering Ecke Kapstadt-Ring
22297 Hamburg

Projektzeitung
Mehr Infos: sculpture-citynord.de

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Minimal Illusions - Arbeiten mit der Sammlung Rik Reinking

villaMERKEL BAHNWÄRTERhaus
19. Februar bis 17. April 2006

Minimal Illusions - Arbeiten mit der Sammlung Rik Reinking: Einer der jüngsten Sammler und Vermittler Deutschlands und zugleich früher Förderer später viel beachteter Positionen zeigt exklusiv eine Auswahl herausragender Werke von mehr als fünfzig Künstlerinnen und Künstlern aus Europa, Übersee und Japan.
Kontexte, verwandte Haltungen und Gegensätzliches sind Thema der Ausstellung. Die Arbeiten kommentieren einander in einem spannenden, historische Grenzen sprengenden Parcours. Was haben zum Beispiel Ulrich Rückriem mit Günter Tuzina oder Wulf Kirschner, Robert Rauschenberg mit Urs Frei, Jonathan Meese mit David Reed zu tun, was verbindet Tom Früchtl, Reiner Splitt, Johannes Esper oder Stefan Panhans? Wie stiften Strategien aktueller Minimalkunst Zusammenhänge zwischen gestern und heute?
Minimal Illusions - Arbeiten mit der Sammlung Rik Reinking verwandelt Villa Merkel und das Bahnwärterhaus in ein spannendes Museum auf Zeit, eingerichtet als Zusammenspiel zweier Blickachsen, der des Sammlers Rik Reinking und der des Kurators Andreas Baur.


Ausstellende Künstler:
Banksy, Monica Bonvicini, Mirko Reisser (DAIM), Rainer Splitt, Stefan Panhans, Daniel Man, Rolf Bergmeier, Heiko Zahlmann, Tom Früchtl, Michael Schmeichel, John von Bergen, Izumi Kato, Rolf Rose, Gerrit Peters, Madeleine Dietz, Dimitris Tzamouranis, Carl Andre, Hermine Anthoine, Wulf Kirschner, Markus Paetz, Johannes Esper, Christoph Hässler, Nir Alon, Johannes Wald, Robert Rauschenberg, Ulrich Rückriem, Urs Frei, Lawrence Weiner, Günter Tuzina, Ben Vautier, Fumiki Bando, Norbert Frensch, Satoshi Hata, Tatsunja Higuchi, Yosihaka Kaihatsu, Izumi Kato, Satoshi Katono, Toshiya Kobayashi u.a.


Download der Einladung als Acrobat pdf
Mehr Infos: villa-merkel.de

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Schon Vergeben - Sammlung Rik Reinking

Dies ist das Bekenntnis eines passionierten, ja obsessiven Sammlers: "Die Kunst gestaltet inzwischen meinen Alltag - soll heißen, ich verbringe die meiste Zeit des Tages mit Kunst. Ich umgebe mich also mit ihr, aber nicht nur in einem dekorativen Sinne."
Wie denn? So fragen wir Rik Reinking, dessen Sammlung in Teilen unter dem Titel "Schon vergeben - die Sammlung Rik Reinking" auf der diesjährigen ART COLOGNE (28.10. - 01.11.2005) vorgestellt wird.
Halle 10.1, Gang B Stand 081













Ausstellende Künstler:
Johannes Esper, Mirko Reisser (DAIM), Reiner Splitt, Stefan Panhans, Daniel Man, Rolf Bergmeier, Heiko Zahlmann, Tom Früchtl, Michael Schmeichel, John von Bergen, Izumi Kato, Rolf Rose, Nir Alon, Monica Bonvicini










Mehr Infos zur Art-Cologne: art-cologne.de

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Smell of paint in the air

K3 Hamburg


Vom 15. bis 28. April 2005 stellen die vier Hamburger Graffitkünstler der Ateliergemeinschaft "getting-up", DAIM (Mirko Reisser), TASEK (Gerrit Peters), STOHEAD (Christoph Hässler) und DADDY COOL (Heiko Zahlmann) in der Halle K3 auf Kampnagel ihre Arbeiten aus.
Die Ausstellung SMELL OF PAINT IN THE AIR soll Fans, Kunstinteressierten und besonders den Skeptikern der Graffiti-Kunst beweisen: das Klischee vom typischen Sprüher ist überholt.
Zusammen mit den Kuratoren Rik Reinking und Rolf Bergmeier präsentieren die Hamburger Künstler auf Kampnagel ihre eigenen Interpretationen von Graffiti und ihre eigenen Stile, die über die Szene hinaus weltweite Bekanntheit haben.


Rik Reinking begleitet die Aktivitäten der Hamburger Graffitikünstler von "getting-up" bereits seit einigen Jahren. Seine internationale Sammlung Reinking steht für Größe und Qualität, die neben internationalen Stars auch junge Künstler repräsentiert. Ausstellungen unter seiner Leitung versprechen interessante Dialoge, woran die Ausstellung SMELL OF PAINT IN THE AIR anknüpft.

Gezeigt werden Leinwandarbeiten, Skulpturen, Installationen und Wandbilder.
Exponate entstehen teilweise direkt vor Ort

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